261101 – Buh!

Wir haben zum ersten Mal Halloween aktiv zelebriert, weil das Tochterkind unbedingt schnörzen wollte. Das hat sie zwar noch nicht richtig verstanden, denn geschnörzt wird hierzulande im Anschluss an den Martinsumzug (etwas, das ich auch erst lernen musste). Aber die falschen Annahmen sollen uns ja nicht davon abhalten, etwas Neues auszuprobieren. Wir hatten eine befreundete Familie zu Gast und gemeinsam zogen wir dann durchs Neubauviertel jenseits der Bahnlinie. Dort war extrem viel los, überall Kinder- und Jugendgruppen, und an jeder zweiter Tür stand das internationale Erkennungszeichen für Süßes oder Saures: ein beleuchteter Kürbis 🎃. Die Kinder machten reiche Beute und ich hatte auch meinen Spaß.

Neben einem Laternenpfahl steht eine Person, die einen schwarzen Kapuzenmantel und eine Totenkopfmaske trägt. Die Gestalt legt einen Finger an die Lippen, um „Pst“ zu sagen, und ist von schwach beleuchtetem Laub und einem weißen Lattenzaun umgeben.


Am Halloween-Tag marodierten auch Jugendbanden durch zahlreiche Städte in Deutschland, wenn man Medienberichten glauben darf. Wenn ich meinen Augen trauen darf, waren es doch eher sehr viele junge Menschen, die berechtigte Anliegen vortrugen, und das nicht einmal in der Wut, die angemessen wäre, sondern brav und obrigkeitshörig. Gen Z halt. Dass dann ein paar Chaoten die vorher bereits herbeigeschworene Gelegenheit nutzten, um Randale zu veranstalten, ist natürlich nicht okay. Dass dadurch aber die Angelegenheiten der jungen Menschen wieder einmal keine Beachtung finden, ist nicht weniger als ein (Medien-)Skandal.


Medienkonsum Oktober 2026

Apropos Medien. Es ist ja wieder ein Monat rum.

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