Johannes’ Blögli

Das kleine Zusatzblog von Johannes Mirus

Start your day right mit einer Morgenrunde übers Feld. Sowas ist zwar anstrengend, aber man hat um 8:30 Uhr auch schon den schwersten Teil des Tages geschafft. Dann ging es ab ins Büro, Bürodinge machen, und zum Tagesschluss zu einer Firmenfeier eines befreundeten Unternehmens, die dann doch etwas länger ging als ich vorher geplant hatte.

Damit ist schon die erste, leicht verkürzte Arbeitswoche wieder rum und ich angemessen müde. An das frühe Aufstehen muss ich mich noch etwas länger gewöhnen.

Die i-Dötzchen, wie sie hierzulande genannt werden, waren unterwegs – Einschulungstag. Das Tochterkind war fast genauso aufgeregt wie vor einem Jahr, weil sie mit ihrer Klasse ein Ständchen singen musste. War dann aber wohl doch gar nicht so schlimm.

Ich bin anlässlich dieser Sache das erste Mal seit wahrscheinlich elf Monaten mit der Tochter und ihren Schulwegfreundinnen bis zur Schule gegangen, weil ich noch einen Kuchen für die Feier abliefern musste. Ich war bass erstaunt, was da auf dem Schulhof los war. Aus den aufgestellten Lautsprechern tönte aberwitzig laute Musik. Und nicht irgendwelche, sondern die „Dorfkinder“. Ich möchte kurz aus dem Text zitieren:

Wir sind alle Dorfkinder, scheiß auf eure Stadt Louis V ist krass, wenn man sonst nix andres hat Wir sind alle Dorfkinder, wissen, wie man's macht Eskalier'n in der Nacht und sind früh wieder wach


Ich habe den Comment Tracker von Thomas Gigold installiert. Das ist das Tool, das ich seit 20 Jahren gesucht habe, um Diskussionen weiterverfolgen zu können, die in Blogs stattfinden. Ganz wenige bieten Kommentar-Abos an, und die sind umständlich und funktionieren nicht zuverlässig. Kommentar-Tracking ist eine echte Marktlücke. (Ich bin mir der Ironie bewusst, hier ein Blogtool zu benutzen, das keine Kommentarfunktion hat. Würde nichts ändern, das Tool läuft nur für Wordpress-Blogs.)

Sie werden so schnell groß! Heute war erster Schultag in Klasse 2 für die Tochter. Sie war weniger aufgeregt als ich, glaube ich. Vielleicht, weil sie schon am Vortag zur Einstimmung in der OGS gastierte. Und kaum war sie zuhause, wollte sie auch schon wieder los, um sich mit ihrer Freundin auf dem Spielplatz zu treffen. Ich bin ja hin- und hergerissen, denn einerseits ist es ja toll, dass sie schon so selbstständig wird, andererseits sehe ich meine Tochter an so einem Tag wenig, habe kaum Zeit, um wenigstens mal zu fragen, was sie so erlebt hat. Wobei das einseitiges Gejammer ist. Wenn ich nicht im Homeoffice gewesen wäre, vielleicht sogar noch einen Abendtermin gehabt hätte, wäre noch weniger gemeinsame Zeit gewesen.

Was bei beiden Kindern auffällt: Sie sind über die paar Wochen Ferien schon wieder gewachsen! Die halbe Kleidung passt nicht mehr. Wir brauchen Jacken für die kalte Zeit. Herrje!


Eigentlich ist es mir zutiefst zuwider, mich mit Springer-Journalist:innen abzugeben. Dank der penetranten Werbung hörte ich aber mal in den Machtwechsel-Podcast von Dagmar Rosenfeld und Robin Alexander rein (beide sind ehemalige Mitarbeiter:innen der Welt). Ich muss gestehen, dass ich damit noch ein bisschen besser verstanden habe, was in Sachsen-Anhalt nach dem kommenden Sonntag passieren kann, in welcher Zwickmühle die CDU steckt (selbstverschuldet dank miserablem Wahlkampf und sinnlosen Unvereinbarkeitsbeschlüssen).

Der Alltag hat uns wieder, wie schön. Die Große hat am letzten Ferientag noch OGS-Betreuung und darf also schon einmal wieder aufs Schulgelände. Der Kleinere hat den ersten Kita-Tag und ist nun ein sogenanntes Mittelkind.

Und ich? Ich darf wieder arbeiten und mache das im Büro. Eine neue Praktikantin fängt an und weil die zuständige Kollegin noch im Urlaub ist, fällt der ganze Willkommensaufmarsch unter anderem an mich. Dann wühle ich mich durch Nachrichten und E-Mails. Allerdings ist nicht so viel angefallen, weil ich in den letzten Urlaubswochen jeden Tag alles kontrollierte und bei Bedarf auch reagierte. Das klingt unentspannt, aber ich finde es viel schöner, meine ersten Arbeitstage nicht mit dem Sortieren von Hunderten E-Mails zu verbringen, sondern direkt loslegen zu können. Ist vielleicht so ein Selbstständigending.


Medienkonsum August 2026

Ein neuer Monat beginnt, das heißt, ein vergangener kann medienkonsumtechnisch abgeschlossen werden.

  • Das Manko S01E01 ★★★☆☆ S01E02 ★★★★☆ S01E03 ★★☆☆☆ Eine Miniserie u.a. vom Stromberg-Macher in der ZDF-Mediathek. Ich fand's anfangs lustig, aber gerade dann nicht mehr so. Auch wenn ich die schauspielerische Leistung der Darstellenden sehr würdige. Eine Folge ist noch übrig.

  • Kaulitz & Kaulitz S03E02 ★★★★☆ S03E03 ★★★☆☆ S03E04 ★★★☆☆ S03E05 ★★★☆☆ S03E06 ★★★☆☆ S03E07 ★★★☆☆ S03E08 ★★★☆☆ War die erste Staffel noch sehr nah am Alltag der Kaulitz-Brüder, fand ich diese Auflage schon zu sehr geplant. Ich sage nicht “geskriptet”, aber es sind zu viele Gelegenheiten, denen man anmerkt, dass sie nur für die Dokuserie wahrgenommen werden. Damit gleiten die Brüder zunehmend ins Reality-TV ab, was ich schade finde. Aber: Folge 2!

  • Silo S01E01 ★★★★★ S01E02 ★★★★☆ S01E03 ★★★☆☆ S01E04 ★★★☆☆ S01E05 ★★★☆☆ Nachdem zurzeit die dritte Staffel veröffentlicht wird, haben wir mit der ersten mal angefangen. Gefällt mir sehr bisher und ich bin gespannt, wie es weitergeht.

  • The Gentlemen S01E01 ★★★☆☆ Sozusagen aus Versehen begonnen. Ein ziemlicher Klamauk mit vorhersehbarer Storyline. Mal sehen, ob wir uns noch weitere Folgen davon reinziehen.

Insgesamt: 16 Folge(n) gesehen.

Das war dann wohl ein eher durchschnittlicher Monat. Ich hätte wetten können, dass ich bei den heißen Temperaturen weniger Zeit vor dem Bildschirm verbracht hätte, aber die Zahlen lügen nicht. Tja.


  • Family Guy S20E01 ★★☆☆☆ S20E02 ★★☆☆☆

  • Kaulitz & Kaulitz S03E01 ★★★☆☆

  • LOL: Last One Laughing S07E03 ★★★☆☆ S07E04 ★★★☆☆ S07E05 ★★★★☆ S07E06 ★★★☆☆ Eine eher maue Staffel, auch wenn ich mal wieder einige Male laut auflachen musste. Achtung, Spoiler: Den Stunt, dass Bully sich selbst als Kandidat einsetzt, fand ich wenig inspirierend.

  • WM 1994 – Elf Helden, ein Albtraum S01E01 ★★★★★ S01E02 ★★★★☆ S01E03 ★★★★☆ S01E04 ★★★★★ Eine außergewöhnlich gute Dokumentation, ich habe sie sehr gerne gesehen. Die WM 1994 war die erste, die ich richtig bewusst und vollständig wahrgenommen habe, aber ich hatte das meiste trotzdem vergessen. Vor allem, wie mit Berti Vogts umgegangen wurde, der für mich immer der Europameister von 1996 war und bleibt.

  • Your Friends & Neighbors S02E03 ★★★☆☆ S02E04 ★★★☆☆ S02E05 ★★★☆☆ S02E06 ★★★★★ S02E07 ★★★★☆ S02E08 ★★★☆☆ S02E09 ★★★★☆ S02E10 ★★★☆☆ Eine typische zweite Staffel. Zwischenzeitlich wurde es mal gut, aber zum Ende drehte die Story ziemlich ab. Ich sage mal so: Die nächste Staffel kann nur besser werden.

Insgesamt: 19 Folge(n) gesehen.

Ich habe seit wenigen Jahren zwei kleine virtuelle Server bei Hetzner, die ich hauptsächlich betreibe, um besser zu verstehen, wie Server funktionieren und wie ich die Docker-Container administrieren kann, die wir bei Bonn.digital in größerer Zahl laufen haben.

Nun bin ich so ein Typ, der Dinge gerne im stillen Kämmerlein ausprobiert und anderen erst davon erzählt, wenn er sich zu 200 Prozent sicher ist, dass alles perfekt läuft. Ich fand es allerdings jüngst erfrischend zu lesen, was Askan für kleine Dienste betreibt, weil es mich inspiriert, neue Tools auszuprobieren.

Ich dachte, wenn ich das gut finde, finden es ein, zwei Leute vielleicht auch interessant, was ich so treibe. Deshalb möchte ich mal auflisten, was derzeit auf meinen Serverchen so passiert. Ich werde das bei Bedarf in diesem Blog hier fortsetzen. Und ich freue mich über eure Empfehlungen, was man noch so betreiben könnte. Meine Kontaktkanäle findest du unter https://mirus.bio (das läuft übrigens mit Linkstack auf meinem All-inkl-Webhosting).

Was bei mir derzeit läuft

(„Läuft“ ist wörtlich zu nehmen. Ab und zu scheitere ich ja auch an Dingen. Das zuzugeben wäre mir dann doch zu peinlich.)

Dienste nur für mich

🏠 Heimdall als Startseite und Übersicht über alle Tools. Sonst verliere ich den Überblick.

☁️ Nextcloud läuft bei mir als familiäre Zentrale. Die Kalender von uns laufen dort, die To-do-Listen und vieles mehr. Seit ich Nextcloud verwende, bin ich begeistert, wie gut da alles integriert ist und auch, was da alles integriert ist oder noch zusätzlich eingebunden werden kann.

🔁 Mit Change Detection kann ich Websites im Auge behalten, die dafür keine bessere Möglichkeit (also RSS) bieten. So sehe ich beispielsweise immer den neuesten Essensplan der Tochter-OGS.

🐘 Mit der FediSuite probiere ich derzeit aus, wie Statistiken meiner Fediverse- und ATmosphere-Accounts auf einen Blick aussehen. Man kann dort auch Posts vorplanen und in Threads aufteilen lassen, aber leider nur jeweils für einen Account gleichzeitig. Aber mal sehen, was aus dem Tool noch wird.

🦔 Hedgedoc läuft auf meinem Server, ich verwende es allerdings selten.

🧠 Ein MediaWiki nutze ich als persönlichen Wissensspeicher.

👻 Ghost habe ich als Drittblog ans Laufen gebracht. Die Fediverse-Integration war das Ziel – das habe ich bis heute noch nicht geschafft. Dafür habe ich viele Stunden in den Newsletterversand über einen externen Dienst investiert. Zentralisierung statt Dezentralität: das Projekt kann man als gescheitert betrachten. Oder als lehrreich.

⚙️ N8N liebe ich. Das Automatisierungstool (like IFTTT on steroids) lässt Dinge wie meinen Wetterbot laufen und noch vieles Weiteres.

📆 Den Doodle-Klon Rallly habe ich auch laufen, ist aber aufgrund geänderter Lizenzbedingungen auf der Abschussliste.

📺 Meine gesehenen Serien und Filme logge ich mit dem MediaTracker. Mit Hilfe von N8N lasse ich mir jeweils zum Monatsende eine Übersicht zuschicken, die ich dann hier poste (z. B. diese hier).

📈 Status-Monitore laufen mit dem Tool Uptime Kuma.

🆙 Docker-Updates laufen auf dem einen Server vollautomatisch mit Watchtower. Das wird allerdings nicht weiterentwickelt und ist potenziell auch schwierig, weil man kaputte Updates manchmal erst spät bemerkt. Auf dem anderen Server probiere ich deshalb What’s Up Docker? aus, bin aber noch nicht vollständig überzeugt.

Dienste, die man bei mir auch ausprobieren kann

🦣 Mastodon läuft bei mir als Mirus.club. Ich nutze meine Installation für meine Bots (Wetter, Blitzer, Jahresfortschritt, Is Trump Still President?). Ich empfehle die Nutzung unseres „richtigen“ Mastodon-Servers Bonn.social, aber wenn du meinst, kannst du gerne auch Mitglied im Mirus.club werden. Dafür kannst du mir eine E-Mail schreiben: johannes@1ppm.de

🦥 GoToSocial ist eine Mastodon-Alternative, die weniger wiegt und flexibler ist, aber auch nicht alle Features hat. Ich verwende es nicht wirklich aktiv, fand es aber interessant.

🌊 Einen eigenen Public Data Server (PDS) für die ATmosphere (vulgo: Bluesky) habe ich unter Rhein.social. Wenn du einen Account mit einem hübschen @name.rhein.social-Handle möchtest, schreibe mir: johannes@1ppm.de

📝 WriteFreely – das, was du gerade liest (mit dem wunderschönen Namen Blögli). Ein leichtgewichtiges Blogsystem mit Fediverse-Anbindung. Letztere reizte mich daran, ist aber leider noch sehr early stage. Dafür ist es ein sehr schlankes, ursprünglich anmutendes Blogging-Tool, bei dem das Schreiben im Vordergrund steht. (Wenn du dein eigenes Blögli möchtest, schreibe mir: johannes@1ppm.de)

🪟 Phanpy ist eine alternative Oberfläche für Fediverse-Dienste wie Mastodon oder GoToSocial. Gefällt mir in vielen Dingen besser und nutze ich fast täglich. (Wenn du es nutzen willst, kannst du meine Installation gerne verwenden.)

✏️ Ein eigenes Etherpad habe ich natürlich auch (läuft hier und kannst du auch nutzen). Das Etherpad war mein allererster Docker-Container. Im Rückblick hätte ich auch einen leichteren Einstieg wählen können. 😉

Da merkt man, dass es sommerlich ist und die Fußballweltmeisterschaft angefangen hat.

  • LOL: Last One Laughing S07E01 ★★★☆☆ S07E02 ★★★☆☆ Einerseits nervt mich die Show schon seit ungefähr Staffel 3, weil das Prinzip „Nicht lachen!“ nur so lange funktionierte, wie die Handelnden keine erprobten Gegenstrategien hatten. Andererseits kann ich mich immer noch beömmeln, weil das etwas mit mir macht, wenn ich lachen darf und die Leute im Fernsehen nicht.

  • Michael Jackson: Das Urteil S01E01 ★★★☆☆ S01E02 ★★★☆☆ S01E03 ★★★☆☆ Interessante Doku, wenn auch ein wenig zu amerikanisch gemacht. Ich habe den Jackson-Prozess ja damals theoretisch mitbekommen, praktisch blieb damals allerdings nur hängen, dass er irgendwie sehr nett zu kleinen Jungs war, an sich aber unschuldig. Rückblickend sehr krass, wie dieser Prozess ablief, wie kaputt an so einer Stelle das amerikanische Justizsystem ist, und wie sehr dieser Freispruch noch bis heute nachwirkt: Es gibt immer noch eine Menge Menschen, die glauben, dass Michael Jacksons Verhältnis zu Kindern – vorsichtig gesagt – unproblematisch war.

  • Shit Show – Welcome to Reality S01E06 ★★★☆☆ S01E07 ★★★☆☆ S01E08 ★★★★☆ Hat mich als Stromberg-Fan sehr abgeholt. Auch wenn exakt nichts aus der Sendung irgendwie neu oder anders interpretiert ist – es ist einfach eine billige Kopie der The-Office-Reihen, zu denen auch Stromberg zählt, inklusive der Besetzung jedes einzelnen Charakters, zu dem es eine Office-Entsprechung gibt. Dennoch oder wahrscheinlich gerade deswegen funktioniert die „Shit Show“ so gut. Ich hoffe auf eine zweite Staffel.

  • The Morning Show S03E08 ★★★☆☆ S03E09 ★★★★☆ S03E10 ★★★★☆ Die Sendung hat seit der zweiten Staffel eine neue Richtung eingeschlagen, die ihr gut tut. Klar ist vieles überdramatisiert und oft nur auf den Effekt geskriptet, aber es ist eine mehr als solide Unterhaltung mit interessanten Charakteren.

  • Your Friends & Neighbors S02E01 ★★★★☆ S02E02 ★★★☆☆ Schauen wir mal, wie sich diese Serie in der zweiten Staffel macht. Wie bei so vielen Serien merkt man, dass es eine schlüssige und runde Idee für eine Staffel gab, die einen würdigen Abschluss fand. Im zweiten Durchlauf müssen die Drehbuchautor:innen dann Wege finden, warum die Geschichte doch noch nicht abgeschlossen ist und neue Spannungsbögen unterbringen. Daran scheitern viele.

Insgesamt: 13 Folge(n) gesehen.

Manchmal scheint die EU ein recht kompliziertes Bürokratiemonster zu sein. Es fallen Wörter wie „Trilog“, „Richtlinie“ oder „Kommission“, aber nicht immer weiß man genau, was das alles bedeutet. Deshalb hier mal der Versuch einer simplen Einordnung.

Wer macht was in der EU?

Um die EU zu verstehen, musst man drei Institutionen kennen. Man nennt dieses Zusammenspiel auch das „institutionelle Dreieck“. Sie teilen sich die Macht ähnlich auf wie eine Regierung und ein Parlament in einem normalen Staat.

Die EU-Kommission

Die Europäische Kommission sitzt in Brüssel und vertritt die Interessen der gesamten EU. Man kann sie sich als „Regierung der EU“ vorstellen. Nur die Kommission darf neue Gesetzentwürfe vorschlagen (das nennt man „Initiativrecht“). Das Parlament oder die Mitgliedstaaten können zwar um Gesetzesentwürfe bitten, aber nur die Kommission darf sie wirklich machen.

Aus jedem EU-Land gibt es eine:n Kommissar:in, die:der für einen bestimmten Fachbereich (z. B. Umwelt, Digitales, Wirtschaft) zuständig ist. Kommissar:innen werden nicht direkt vom Volk gewählt, sondern von den nationalen Regierungen ernannt.

Das EU-Parlament

Das Europäische Parlament sitzt in Straßburg und Brüssel und vertritt die Bürger:innen der Europäischen Union. Hier wird debattiert, verändert und am Ende abgestimmt. Das Parlament entscheidet gemeinsam mit dem Rat über die Gesetze. Es ist die einzige Institution der EU, die direkt vom Volk gewählt wird – alle fünf Jahre bei der Europawahl. Anders als der deutsche Bundestag darf das EU-Parlament jedoch keine eigenen Gesetzentwürfe einbringen.

Derzeit gibt es 720 Abgeordnete aus allen EU-Ländern, aufgeteilt nach politischen Fraktionen – also nicht nach Herkunftsland, sondern nach politischer Ausrichtung.

Der Rat der Europäischen Union

Oft auch einfach nur „Ministerrat“ genannt und nicht zu verwechseln mit dem „Europäischen Rat“, wo sich Staats- und Regierungschef:innen treffen.

Der Rat der EU vertritt die Interessen der einzelnen Mitgliedstaaten. Hier treffen sich die jeweiligen Fachminister:innen der Länder. Geht es um ein Umweltgesetz, fliegen alle Umweltminister:innen der 27 Mitgliedstaaten nach Brüssel. Geht es um Finanzen, kommen die entsprechend Zuständigen.

Zusammengefasst

Die Kommission denkt sich die Gesetze aus (im Interesse der EU). Das Parlament (im Interesse der Bürger:innen) und der Rat (im Interesse der Mitgliedsländer) müssen beide diskutieren, verhandeln und zustimmen, damit das Gesetz gültig wird.

Der Weg zum Gesetz

Das normale Gesetzgebungsverfahren der EU läuft fast immer nach einem festen Schema ab, das sicherstellt, dass am Ende alle Seiten gehört wurden:

  1. Der Vorschlag: Die EU-Kommission arbeitet einen Gesetzentwurf aus (zum Beispiel für einheitliche Ladekabel).
  2. Die erste Lesung: Das Parlament und der Rat prüfen den Entwurf unabhängig voneinander. Sie schlagen Änderungen vor und schicken sich den Text gegenseitig zu. Wenn sich beide sofort einig sind, ist das Gesetz beschlossen.
  3. Das Feilschen (zweite Lesung & Trilog): Sind sie sich nicht einig, geht das Gesetz in die nächste Runde. Oft setzen sich Vertreter:innen von Parlament, Rat und Kommission im sogenannten „Trilog“ informell an einen Tisch, um hinter verschlossenen Türen einen Kompromiss auszuhandeln.
  4. Die Einigung oder das Aus: Finden Parlament und Rat im weiteren Verlauf keine Einigung, wandert der Entwurf in einen Vermittlungsausschuss. Können sich die Parteien auch dort nicht einigen, ist das Gesetz endgültig gescheitert.

Richtlinie vs. Verordnung

Wenn ein Gesetz erfolgreich beschlossen wurde, gibt es zwei Hauptformen, wie dieses Gesetz in der Praxis angewendet wird. Und dieser Unterschied entscheidet darüber, wie schnell man es im Alltag spürt.

Die Verordnung: gilt sofort und für alle

Sobald eine Verordnung in Brüssel beschlossen ist und im Amtsblatt steht, gilt sie automatisch, direkt und ohne Ausnahmen in allen EU-Mitgliedstaaten. Die nationalen Parlamente (wie der Deutsche Bundestag) haben hier kein Mitspracherecht mehr und müssen nichts extra beschließen.

Beispiele aus der Vergangenheit sind die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), das Verbot von Geoblocking beim Online-Shopping oder die Abschaffung der Roaming-Gebühren.

Die Richtlinie: muss in nationale Gesetze verwandelt werden

Eine Richtlinie ist eher eine verbindliche Arbeitsanweisung an die Mitgliedstaaten. Die EU gibt das Ziel vor, aber die einzelnen Länder müssen erst ein eigenes, nationales Gesetz schreiben, um dieses Ziel zu erreichen. Sie haben dafür meistens eine Frist von zwei Jahren und können das Gesetz an ihre lokalen Besonderheiten anpassen.

Ein Beispiel aus der Vergangenheit ist das Verbot von Einwegplastik (Trinkhalme, Plastikbesteck). Die EU hat die Richtlinie erlassen, und Deutschland musste danach ein eigenes Gesetz (die Einwegkunststoffverbotsverordnung) verabschieden, um das Verbot im Land rechtlich durchzusetzen.

Als absoluter Fußballexperte könnt ihr meinem Urteil vertrauen. Ich veröffentliche meine Tipps erst heute, damit sie niemand mehr unrechtmäßig in seinen Tippspielen verwenden und sie damit gewinnen kann.

Weltmeister 2006 …

… wird Frankreich, die in einem langweiligen Finale gegen Portugal knapp im Elfmeterschießen gewinnen. Cristiano Ronaldo wird weinen.

Deutschland

Um Platz drei spielen die Verlierer aus den Halbfinalpartien, Brasilien und Deutschland. Bei beiden versteht niemand so recht, wie sie so weit kommen konnten. Im Spiel selbst, in dem Deutschland nur noch die B-Elf auf den Rasen schickt (außer Neuer, der darf auch hier im Tor stehen), revanchiert sich Brasilien für die blamable Halbfinalniederlage 2014 mit einem leistungsgerechten 1:0 nach Verlängerung.

Torschützenkönig …

… kann nur Kylian Mbappé werden. Er wird Kloses Rekord der meisten Tore bei einer WM-Endrunde einstellen. Bei dem entscheidenden Treffer versucht er, die Demütigung perfekt zu machen, indem er einen Salto probiert, scheitert daran aber kläglich.

Überraschung des Turniers

Iran wird disqualifiziert, weil Trump schlecht geschlafen hat und der gesamten Delegation die Einreise verweigert. Italien rückt nach und schafft noch die Teilnahme im Sechzehntelfinale, scheitert dort aber gegen den späteren Weltmeister.

Mal wieder gar nicht so viel geschaut.

  • Feuer & Flamme S11E08 ★★★☆☆ S11E10 ★★★☆☆ S11E09 ★★★☆☆ S11E10 ★★★☆☆ Insgesamt eine okaye Staffel.

  • Pluribus S01E09 ★★★★☆ Voll schade, dass die Staffel schon wieder zu Ende ist! Ich finde Pluribus wirklich sehr gelungen – von der Story her, aber auch gestalterisch.

  • Shit Show – Welcome to Reality S01E01 ★★★★☆ S01E02 ★★★★☆ S01E03 ★★★☆☆ S01E04 ★★★☆☆ S01E05 ★★★☆☆ Harte Stromberg-Vibes. Vielleicht finde ich es deshalb so gut. Das ist natürlich keine hochwertige Kost, „Shit Show“ ist der ungesunde Snack zwischendurch.

  • The Morning Show S03E05 ★★★☆☆ S03E06 ★★★★☆ S03E07 ★★★★☆

  • The Office S08E11 ★☆☆☆☆ Ich weiß nicht, ob ich es noch bis zum Ende der Staffel 9 schaffe. Ohne Michael Scott (also Steve Carell) scheinen die Macher auch die Lust an den Stories verloren zu haben.

  • ZDF Magazin Royale S12E09 ★★★☆☆ S12E10 ★★★☆☆ S12E12 ★★★☆☆ S12E11 ★★★☆☆

Insgesamt: 18 Folge(n) gesehen.